03.12.2014

Nutze Deine Chancen

– Aufstieg in der Medienbranche

Zu Beginn fragte sich Frau Grüngreiff: Was bedeutet Karriere heute eigentlich? Und führt aus, dass das Wort „Karriere“ in Bezug auf Frauen immer noch mit negativen Attributen belegt sei. Deshalb bedeute Karriere auch für sie persönlich, die Freiheit zu haben, das zu machen, was man kann und will. Der Aufstieg ermöglicht einem Flexibilität und Freiheiten für Entscheidungen und um dinge bewegen zu können. Die eigene Zufriedenheit, der Inhalt der Arbeit und deren Sinnhaftigkeit sei für sie immer höher als ein Titel oder das verdiente Gehalt. Auch sei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bzw. Freizeit wichtiger.

Die Ergebnisse der BRIGITTE-Studie „Frauen auf dem Sprung“ von 2007 und 2012 besagen dabei folgendes: Frauen wollen auf eigenen Beinen stehen, viel Geld verdienen, Kinder bekommen und Karrieremachen.

 

„Lust verkürzt den Weg“ (Shakespeare)

Spaß und Interesse haben die Referentin des Abends mehr angetrieben, als Familientraditionen oder Branchen, in denen man absehbar viel Geld verdienen kann. Als einzige Geisteswissenschaftlerin in der Familie hat sie es über Praktika und gute Arbeit geschafft, immer Angebote zu bekommen und sich in Unternehmen weiter zu entwickeln. Sie habe sich stets bemerkbar gemacht, bei Chancen zugegriffen und sich nicht versteckt. Sondern durch gute Leistung überzeugt und sich als vertrauenswürdig erwiesen. So war ihr auch regelmäßig nach 3-4 Jahren klar, dass sie sich weiter entwickeln will und erste Führungserfahrungen sammeln möchte. Von einer kleinen Agentur in ein großes Unternehmen wie Gruner + Jahr zu wechseln, ist ihr zu Beginn schwer gefallen. Doch auch dieser Sprung ins kalte Wasser hat ihr dazu gedient, etwas dazu zu lernen und sich weiter zu entwickeln. Und nach der ersten Führungserfahrung das Netzwerken und Kontakte knüpfen ernst zu nehmen. Die Veränderungen in der Medienbranche haben ihr zudem geholfen eine neue Einstellung anzunehmen: „Es öffnen sich immer wieder neue Türen“ daran glaubt sie fest. Ebenso an die Voraussetzung für heutige Arbeitnehmer, mit Veränderungen umgehen zu lernen. Was sie als neue Schlüsselqualifikation für sich festmacht, um mit der Digitalisierung der Branche mithalten zu können.

 

„Wer nicht neugierig ist- erfährt nichts“ (Goethe)

Seit einem Jahr ist sie nun übergeordneter Teamleitung im Haus und leitet neben ihrer operativen Zuständigkeit für zwei Hausmarken ein Team von versierten Experten und Fachkräften. Zweifel an ihrer Führungskompetenz habe sie nicht gehabt- auch wenn sich das Team erst einmal finden und Abläufe neu erarbeitet werden mussten. Frau Grüngreiff glaubt, dass ihre Kindheit in der ehemaligen DDR ihr dabei geholfen hat, Frauen in Führung als selbstverständlich anzusehen. Dort sei es üblich gewesen, dass Frauen arbeiten, Verantwortung tragen und Dinge voran bringen und gestalten. Für die nahe Zukunft sieht sie inhaltliche Themen im Unternehmen als neue Herausforderung für sich.

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KWB e. V.